Computerspielsuechtiger Sohn - Kann ich ihn noch retten?
14. Juni 2006, weiblich, anonymisiert
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Den Kindern ihr Spielzeug wegnehmen? Ja, hab ich gemacht, das Resultat war, mein Sohn zog
mit 15 Jahren zu seinem Vater, wo er ungestört weiter zocken konnte.
Sohn ist hochintelligent (verschiedene IQ-Test von Psychologen haben das erwiesen) und ist
deswegen, weil er "anders" war, immer sehr schlecht mit Gleichaltrigen klar gekommen.
Er schreibt Einsen in naturwissenschlaftlichen Fächern ohne lernen zu müssen, Physik, Chemie,
Mathematik, Biologie und natürlich Informatik. Er ist leidenschaftlicher Counter-Strike Spieler,
mehr aber noch hat ihn das Onlinespiel Tibia sowie neuerding Oblivion gefesselt.
Es kam, wie es kommen musste, Vater und Sohn bekamen Probleme, häufige Fehlstunden da er morgens
nicht wach wurde, Versumpfen in seinem Zimmer (alle typischen Symptome halt für Onlinesucht).
Ich bot ihm an, wieder zu mir zurück zu ziehen, doch nur mit der Auflage, dass er nur am
Wochenende Internetzugang erhält. Das lehnte mein Sohn aufgrunddessen ab.
Die zwölfte Klasse musste er wiederholen, aber auf einer anderen Schule,
(die alte wollte ihn nicht mehr) die er glücklicherweise fand.
Ich zog mittlerweile aus der Stadt und heiratete, mein Mann und mein Sohn verstehen sich
absolut nicht, auch ist unsere Whg nicht für eine dritte Person geeignet.
Nach einiger Zeit bekam Sohn mit Vater dermaßen Krach, dass Sohn sich an die Jugendhilfe wandte.
Er zog in ein Heim, das Jugendliche bis 21 Jahren betreut. Anfangs machte er gute Fortschritte,
da er keinen Internetzugang besaß. Ein Zufall verschaffte ihn eine Art Admin-Job auf Abruf
in einem Internetcafé, wofür er dort zocken darf, wann und solange er immer mag.
Fazit: Kurz vor Ende des zwölften Schuljahres schmeißt er die Schule hin: Grund, er hatte es
nicht geschafft, bei den Klausuren zu sein, weil er morgens nicht rechtzeitig wach wurde.
Die Erzieher bescheinigen ihm, er wäre Computerspielesüchtig, er ist in einer mageren Therapie,
mager deshalb, weil die darin besteht, alle 3 Wochen ein Gespräch mit Psychologen zu führen
(aber immerhin etwas).
Nun versuchen Erzieher und ich zu retten was zu retten geht, Sohn muss einen Brief
ans Kultusministerium schreiben, ob er die zwölfte ein drittes Mal wiederholen darf.
Sohn ist ein Informatikass, auch die Schule möchte, dass er sein Abitur macht,
weil dies der einzige Weg für ihn ist, der seinem Potential gerecht wird.
Ich hab keine Ahnung was wird.
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