Onlinesexsucht: Ich habe immer wieder meine Frau betrogen
18. Juli 2006, maennlich, anonymisiert
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Ich bin 34 Jahre alt und seit fast sechs Jahren verheiratet. Wir haben eine fast 5 jährige Tochter, die ich sehr liebe und von der ich sehr geliebt werde. Meine Frau lernte ich kennen in einer Zeit zu der es mir wirklich nicht gut ging. Ich hatte gerade meine Selbständigkeit aufgegeben, einen Haufen Schulden mitgebracht, war aus meiner grossen Wohnung ausgezogen und hatte den Sportwagen verkauft.
Es war Liebe auf den ersten Blick und rund drei Monate später waren wir verheiratet. Sie ist eine Traumfrau; gut aussehend, intelligent und (zumindest damals) auch in sexueller Hinsicht absolut das was sich ein Mann wünscht.
Es dauerte keine vier Monate und ich habe meine Frau das erste mal (mit einer Professionellen) betrogen. Dieser Betrug flog auch relativ schnell auf und nach der ersten Reaktion (Trennung!) hat sie mir verziehen und ich habe es sehr bereut - wollte es nie wieder tun, wollte sie nicht verlieren.
Ich versuche eine lange Geschichte kurz zufassen, auch weil mich das Schreiben über diese Dinge im Moment sehr belastet und anstrengt.
Es kamen weitere Fehltritte hinzu, die ihren Ursprung meist im Internet hatten. Kontaktbörsen, Erotik-Chats, Messenger etc. Dabei muss ich erwähnen, dass ich beruflich mit dem Internet zu tun habe; zunächst selbständig und seit etwa 5 Jahren als Angestellter. Es gab immer mal wieder Phasen, in denen ich einen grossteil meiner Arbeitszeit damit verbracht habe mir Pornobilder runter zu laden, mit Frauen zu chatten, Bilder mit ihnen zu tauschen, mich vor der Webcam zu zeigen etc. Früher oder später kam es dann auch immer mal wieder dazu, dass ich mich mit Frauen getroffen habe - obwohl ich mir immer fest vorgenommen habe: 'wenn du das schon tust, dann lass es wenigstens 'virtuell' bleiben'.
Es gibt noch viele Ereignisse dazwischen, was jedoch letzte Woche passiert ist hat mich dazu bewogen jetzt endlich mal ernsthaft etwas zu tun: Ich war wieder mal der letzte im Büro, so glaubte ich zumindest, hatte den Messenger gestartet und chattete mit runter gelassener Hose vor der Webcam mit einer Frau. Plötzlich klopfte es am Fenster (mein Büro ist im Erdgeschoss) und eine Kollegin aus einem anderen Gebäude wollte mich bitten mein Auto weg zu fahren. Obwohl die Jalousie zugezogen war und ich mit dem Rücken zum Fenster sass bin ich mir nicht sicher ob sie nicht gesehen hat was vor sich ging. Obwohl man denken sollte, dass dieses Ereignis ein heilsamer Schock hätte sein müssen habe ich mich, nachdem ich das Auto weg gefahren habe, vor die Webcam gesetzt und weiter gemacht. Und auch am darauf folgenden Tag habe ich nur darauf gewartet, dass die Kollegen Feierabend machen und ich loslegen kann. Das war am vergangenen Freitag. Über das Wochenende habe ich mit meiner Frau gesprochen, sie hatte mal wieder e-Mails entdeckt und ich habe ihr alles erzählt was im Büro passiert ist.
Nachdem sie nun über all die Jahre meine Eskapaden mit gemacht hat, unsere Ehe seitdem am Boden ist und ich nicht ausschliessen will, dass wir nur noch unserer Tochter wegen zusammen sind. Befallen sie nun - verständliche - Ängste existenzieller Art. Sie hat Angst, dass ich meinen Job verlieren könnte, wenn das hier in der Firma raus kommt, dass ich uns finanziell ruinieren könnte etc.
Ich weiss, dass ich am Anfang eines langen und schweren Weges stehe aber ich will etwas tun.
Selbst wenn ich dadurch meine Frau nicht mehr halten kann, will ich doch mein Leben in Zukunft
nicht bestimmt wissen von Erotikchats, Pornobildern, Telefonsex und nächtlichen Parkplatztreffs...
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